Interdisziplinäre Kanzlei für Haftpflicht und Versicherungsrecht

Unfall, Krankheit, Haftung - Wir sorgen für einen gerechten Schadenausgleich

 

Im Zentrum unserer Tätigkeit stehen Personen- und Körperschäden.

Ein Unfall oder eine Krankheit trifft einen Menschen unerwartet. Aus einer Körperschädigung entstehen Ansprüche, die durchgesetzt werden müssen. Am Anfang steht der Grundschaden, ein medizinischer Verlauf kommt hinzu. Nicht selten resultiert daraus eine Rechtsstreitigkeit zwischen Geschädigtem und Schadensverursacher sowie den beteiligten Versicherern.

Die Haftung ist strittig, die medizinische Kausalität des Körperschadens oder der erlittenen psychischen Schädigung wird abgelehnt oder der Geschädigte für arbeitsfähig erklärt. Das Gutachten fällt negativ aus oder die Haftung des Spitals wird bestritten.

Die rechtliche Einschätzung von Kausalität, Arbeitsfähigkeit, Invalidität oder Arzt- und Spitalfehlern beruht immer auch auf medizinischen Beurteilungen, die mit den gesetzlichen Voraussetzungen verknüpft werden müssen. Eine erfolgreiche Durchsetzung von Personenschäden bedingt zwingend eine Kombination aus medizinischem und juristischem Wissen und Erfahrung.

Dafür stehen wir ein und arbeiten darum interdisziplinär mit einem exklusiven Netzwerk von beratenden Fachärzten zusammen. Wir führen keine Kriege, sondern überzeugen mit fundierten Argumenten und grosser Erfahrung. Wir bauen keine Luftschlösser und blenden nicht.

Aus diesem Grund liegt die Erfolgsquote der von uns geführten Prozesse z.B. am Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich in den letzten Jahren deutlich über dem Durchschnitt.

Die Gründerin von ADVOMED, Evalotta Samuelsson, verfügt als erste und einzige Anwältin in der Schweiz über einen Fachanwaltstitel im Haftpflicht- und Versicherungsrecht, einen Mastertitel in Versicherungsmedizin und ein universitäres Diplom in Medizinrecht. Alle Mitarbeiter weisen einen medizinischen Hintergrund oder fachspezifische Weiterbildungen auf.

Angehörige und Geschädigte brauchen Gewissheit, gerechten Ausgleich und finanzielle Sicherheit.

Dafür setzen wir uns mit unserem interdisziplinären Know-How, interdisziplinärer Zusammenarbeit gepaart mit jahrelanger Erfahrung in der umfassenden Regulierung von Personenschäden gezielt und lösungsorientiert im Interesse unserer Klienten ein.

Haben Sie Fragen? Hier antworten wir.

 

Rechtsgebiete

Haftpflichtrecht

Haftpflichtrecht

Wir bieten unseren Mandanten Rechtsberatung, aussergerichtliche Vertretung, kompetente Durchsetzung ihrer Ansprüche sowie das Erstellen von medico-legalen Triagen oder interdisziplinäre Gutachten zu komplexen Personenschäden.

Sozialversicherungsrecht

Sozialversicherungsrecht

Wir beraten und vertreten Privatpersonen in Verfahren der Invaliden-, Unfall-, Militär- und Krankenversicherungen, bei denen es beispielsweise um die Beurteilung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit, der Invalidität oder der Taggeld- und Rentenansprüche geht.

Privatversicherungsrecht

Privatversicherungsrecht

Durch die Zunahme der Leistungseinstellungen aufgrund interdisziplinärer Beurteilung im Bereich der Krankentaggelder kommt es vermehrt zu Rechtsstreitigkeiten. Wir analysieren vertrauensärztliche Berichte und setzen berechtigte Ansprüche durch.

Opferhilferecht

Opferhilferecht

Gemäss Opferhilfegesetz haben Personen, die durch eine Straftat in ihrer körperlichen, psychischen oder sexuellen Integrität unmittelbar beeinträchtigt worden sind, Anspruch auf Unterstützung.

Körperschäden von A – Z

 

 

 

Publikationen

Publikationsverzeichnis Evalotta Samuelsson

SAMUELSSON EVALOTTA, Wieviel Beweis für welchen Schaden?, SZS 2019, S. 1-10.

SAMUELSSON EVALOTTA, Epilepsie und Versicherungen, Schweizerische Liga gegen Epilepsie (Hrsg.). S. 1-30.

SAMUELSSON EVALOTTA, Neuregelung der unfallähnlichen Körperschädigung: das Beispiel des Meniskusrisses, SZS 2018, S. 335-366.

SAMUELSSON EVALOTTA, Schleudertrauma: quo vadis?, HAVE 2017, S. 17-47.

SAMUELSSON EVALOTTA, Urteil des Bundesgerichts 8C_478/2015 vom 12.2.2016 (BGE 142 V 106) zu einer ätiologisch-gemischten Schmerzerkrankung: kritische Würdigung im Hinblick auf die Praxisänderung in BGE 141 V 281, SZS 2016, S. 401-409.

SAMUELSSON EVALOTTA, Wieviel Evidenz für welche Objektivität?: Besprechung des Urteils des Bundesgerichts 8C_972/2012 vom 31. Oktober 2013, Schweizerische Zeitschrift für Gesundheitsrecht (RSDS/SZG) 2015, S. 195-210, (zugleich publiziert in: Jusletter v. 27. Januar 2014).

SAMUELSSON EVALOTTA, Wieviel Wert für welchen medizinischen Beweis?, Jusletter v. 22. Dezember 2014.

SAMUELSSON EVALOTTA/KLEISER LILIANA SCASASCIA, Wieviel Leid ist zumutbar? Über die höchstrichterliche Vermutung der Überwindbarkeit von Schmerzerkrankungen, Jusletter v. 17. Dezember 2012.

SAMUELSSON EVALOTTA, Wieviel Versicherung braucht die Medizin? Kritische Gedanken zur Neukonzeption des medizinischen Abklärungsverfahrens in der Invalidenversicherung oder die Auftragsvergabe durch SuisseMed@P, Jusletter v. 2. Juli 2012.

SAMUELSSON EVALOTTA, HWS-Distorsion-Schleudertrauma: Sinngemässe Anwendung der Rechtsprechung zur somatoformen Schmerzstörung: Urteil des Bundesgerichts 9C_510/2009 vom 30. August 2010, HAVE 2010, S. 356-359.

SAMUELSSON EVALOTTA, Das Schleudertrauma: heute und morgen?, Strassenverkehr 2009, S. 44-46.

SAMUELSSON EVALOTTA, Präzisierung der Schleudertrauma-Praxis: Urteil des Bundesgerichtes U394/06 vom 19. Februar 2008, HAVE 2008, S. 146-149.

SAMUELSSON EVALOTTA, "Mehr Rechte der Versicherten wären wünschbar"; Gesprächsteilnehmer: Jürg Fehr, Evalotta Samuelsson; Gesprächsleitung: Kurt Pfändler, Daniela Schwegler, Plädoyer 2007, S. 8-11.

SAMUELSSON EVALOTTA, Sind die Parteirechte bei Begutachtungen gewahrt?, Plädoyer 2006, S. 25.

 

Vorträge Evalotta Samuelsson

SAMUELSSON EVALOTTA, Die Anästhesiehaftung- Tour d‘Horizon, 10. Januar 2019, Kantonsspital Baden.

SAMUELSSON EVALOTTA, Das «Schleudertrauma» – Quo vadis?, HAVE: Personen-Schadenforum 2017, Tagung zum Thema Schleudertrauma v. 18. Januar 2017, Kongresshaus Zürich.

SAMUELSSON EVALOTTA, MEDJUS à la carte: Juristische Würdigung medizinischer Gutachten, 14. Januar 2015, Universitätsspital Basel.

SAMUELSSON EVALOTTA, Die juristische Würdigung von Gutachten, 19. März 2014, Universitätsspital Basel.

SAMUELSSON EVALOTTA (Präsidentin Schleudertraumaverband Schweiz), Begrüssung/Einleitungsreferat. "Zahlen, Qualität und Kontrolle von Gutachten in der Schweiz", Tagung „Schleudertrauma - und man sieht es doch“ v. 17. Juni 2010, Kongresshaus Zürich.

SAMUELSSON EVALOTTA, Thema: „Das Gutachtersystem in der Schweiz – Parallelen zur BRD, Vortragsreihe „HWS-Verletzungen – Ursachen, Folgen, Therapien“ am 25. März 2011 in der subvenio e.V. Geschäftsstelle, BRD-Düsseldorf.

 

Interview Evalotta Samuelsson

In der zweiten Sendung vom 26. September 2006 unter dem Titel «Ärztegutachten: IV spart auf Kosten der Patienten» berichtete «Kassensturz» über einen wichtigen Fall. Dieser Beitrag enthielt auch ein Interview mit der Rechtsanwältin Evalotta Samuelsson.

 

Publikationsverzeichnis Caroline Aebli-Wittwer

BREITSCHMID PETER / STECK DANIEL / WITTWER CAROLINE, Der Heimvertrag, FamPra.ch 2009, 867-898 (= BREITSCHMID PETER / STECK DANIEL / WITTWER CAROLINE, Der Heimvertrag, in: Breitschmid Peter / Gächter Thomas (Hrsg.), Rechtsfragen zum Heimaufenthalt und dessen Finanzierung, Zürich/St. Gallen 2010, 19–59.

BREITSCHMID PETER / WITTWER CAROLINE, Der nicht entscheidungsfähige Patient: Patientenverfügung, keine Patientenverfügung, unklare oder überholte Weisungen, 1-46.

Unterlage zum Modul „Medizinrecht I“ des BmEL-Doktoratsprogramms/Law Track (HS 2009-2011).

BREITSCHMID PETER / WITTWER CAROLINE, Die Stellung der Medizinalberufe im neuen Erwachsenenschutzrecht, unter Berücksichtigung der Haftung von Medizinalpersonen, Jusletter 31. Januar 2011 (= RSDS/SZG 2011, 57-77).

BREITSCHMID PETER / WITTWER CAROLINE, Pflegerecht – eine Standortbestimmung, Pflegerecht – Pflegewissenschaften 2012, H. 1, 2-10 (Teil 1) / H. 2, 66-80 (Teil 2).

WITTWER CAROLINE / BREITSCHMID PETER, Entwicklungen im Transplantationsrecht, unter besonderer Berücksichtung der Auswirkungen des neuen Erwachsenenschutzrechts, Jusletter 22. November 2010 (= RSDS/SZG 2011, 265-275).

BREITSCHMID PETER, Der nicht entscheidungsfähige Patient – Patientenverfügung, keine Patientenverfügung, unklare oder überholte Weisungen, Pflegerecht – Pflegewissenschaften 2016/2017, H. 4, 194-207 (Teil 1) / H. 1, 2-14 (Teil 2), unter Mitarbeit von Caroline Aebli-Wittwer.

 

Lesenswert

Standardwerke

GÄCHTER/RÜTSCHE, Gesundheitsrecht, Ein Grundriss fürs Studium und Praxis, 4. Auflage, Basel, 2018.

Das Kurzlehrbuch hat sich dank seiner prägnanten und gut verständlichen Darstellung des Gesundheitsrechts der Schweiz als hilfreiches Überblickswerk zu diesem vielschichtigen und weitverzweigten Rechtsgebiet etabliert. Dargestellt werden die zentralen Gebiete des Gesundheitsrechts in ihren juristischen Grundstrukturen und mit ihren Interdependenzen. Im Vordergrund steht dabei das problembezogene Zusammenspiel der Rechtsgebiete.

BÜCHLER/MICHEL, Medizin/Mensch/Recht, Eine Einführung in das Medizinrecht der Schweiz, Zürich, 2014.

Welche Konzepte liegen dem aktuellen Medizinrecht zugrunde und wie spiegeln sie sich in den aktuellen Fragestellungen wider? Wann beginnt und wann endet menschliches Leben, wer darf über Körper und Körpersubstanzen verfügen, wie weit reicht das Recht auf Selbstbestimmung? Diesen Fragen geht die vorliegende Darstellung im ersten Teil ebenso nach wie dem Behandlungsvertrag und der Arzthaftung. Weitere Themen sind minderjährige und urteilsunfähige Patientinnen und Patienten, die Langzeitpflege und die Behandlung am Lebensende, die fürsorgerische Unterbringung und Zwangsmassnahmen. Der zweite Teil des Buches befasst sich mit ausgewählten Gebieten des Biomedizinrechts, so mit der Bioethik und ihren Bezügen zum Biomedizinrecht, der Transplantationsmedizin, der Humanforschung, der Gentechnologie und der Fortpflanzungsmedizin.

WITTWER, Der Begriff der Arbeitsunfähigkeit im schweizerischen Sozialversicherungsrecht, Die Legaldefinition und ihre Anknüpfungspunkte im Einzelnen, Zürich, 2017.

Die Arbeitsunfähigkeit ist eines der zentralen Risiken im schweizerischen Sozialversicherungsrecht und namentlich die wichtigste materielle Anspruchsvoraussetzung für Taggeldleistungen. Nach einer kurzen Beleuchtung der historischen Entwicklung widmet sich diese Arbeit einer eingehenden Erörterung der Legaldefinition in Art. 6 ATSG. Weiter zeigt die Autorin auf, wo die verschiedenen sozialversicherungsrechtlichen Erlasse überall explizit an die Arbeitsunfähigkeit anknüpfen und inwieweit der Begriff dabei im Sinne von Art. 6 ATSG verstanden wird. Sowohl die Analyse der Legaldefinition als auch die Auslegeordnung zu den einzelgesetzlichen Anknüpfungspunkten bilden Grundlage zur Identifikation von Problemfeldern in Bezug auf die begriffliche Ausgestaltung und Handhabung der Arbeitsunfähigkeit sowie für Vorschläge de lege ferenda.

JÄGER/SCHWEITER, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Arzthaftpflicht- und Arztstrafrecht, Mit einem Anhang unveröffentlichter Urteile, 3. Auflage, Zürich 2012.

In der vorliegenden dritten Auflage wird die Rechtsprechung im Zusammenhang mit Verletzungen der ärztlichen Sorgfalts- und Aufklärungspflicht umfassend dargestellt. Die zahlreichen Urteile, die seit Erscheinen der letzten Auflage vor sechs Jahren ergangen sind, haben eine vollständige Überarbeitung erfordert. Das Buch ist gleichzeitig Nachschlagewerk und Arbeitsinstrument für die haftpflichtrechtliche und strafrechtliche Beurteilung ärztlichen Handelns. Die nicht auf der Internetseite des Bundesgerichts zugänglichen unveröffentlichten Entscheide sind separat im Anhang abgedruckt.

Die Publikation richtet sich an Gerichte, Behörden, Spitäler, Versicherungen, Patientenorganisationen, Anwälte, Juristen und Ärzte.

RIEMER-KAFKA (Hrsg.), Versicherungsmedizinische Gutachten, ein interdisziplinärer juristisch-medizinischer Leitfaden, 3. Aufl., Bern 2017.

Das versicherungsmedizinische Gutachten ist ein Beweismittel, das in strittigen Fragen von Versicherungen, Gerichten oder den versicherten Personen selbst in Auftrag gegeben wird. Den juristisch-medizinischen Leitfaden haben Ärzte und Juristen gemeinsam erarbeitet, um damit das gegenseitige Verständnis zu fördern. Der Leitfaden befasst sich, jeweils aus medizinischer und juristischer Sicht, mit Fragen wie Funktion des Gutachtens und Aufgabe des Gutachters sowie den Modalitäten des Gutachtens, so insbesondere Gutachtensauftrag, Fragestellung und Gliederung. Des Weiteren werden die für Gutachten zentralen medizinischen und juristischen Begriffe erläutert und als Abschluss auch eine kurze Einführung in die Begriffe und den Aufbau der ICF sowie deren Möglichkeiten bei der Beurteilung des funktionalen Leistungsvermögens geboten.

HOFFMANN-RICHTER/JEGER/SCHMITT, Das Handwerk ärztlicher Begutachtung – Theorie, Methodik und Praxis, Stuttgart 2012.

Das Werk zeigt, gebündelt in die Themenblöcke Datenerhebung und Auswertung, (medizinische) Beurteilung und Übersetzung der Befunde in juristische Begriffe, wie Gutachten vorbereitet, durchgeführt und erstattet werden und macht so die Methodik ärztlicher Begutachtung greifbar. Berücksichtigt werden dabei auch die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Versicherungssysteme in der Schweiz, Deutschland und Österreich. Viele praxisbezogene Hinweise runden das Werk ab.

Die Erstellung ärztlicher Gutachten ist eine komplexe und verantwortungsvolle Aufgabe. Vor allem im Sozialversicherungsbereich haben Gutachten große Bedeutung, ein fundiertes Wissen um die Methodik und deren Umsetzung in die Praxis ist daher wichtig. Das Werk zeigt in 12 Schritten, gebündelt in die Themenblöcke Datenerhebung und Auswertung, (medizinische) Beurteilung und Übersetzung der Befunde in juristische Begriffe, wie Gutachten vorbereitet, durchgeführt und erstattet werden und macht so die Methodik ärztlicher Begutachtung übersichtlich und fassbar. Im Zentrum stehen die Gemeinsamkeiten aller Fachgebiete und wie ärztliche Aussagen in rechtliche Kontexte eingeordnet werden. Berücksichtigt werden dabei auch die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Versicherungssysteme in der Schweiz, Deutschland und Österreich. Eine Fülle an Hintergrundinformationen und praxisbezogenen Hinweisen rundet die Ausführungen ab.

 

Spezielle Fachliteratur

DOHRENBUSCH/MERTEN, Handwörterbuch Psychologische Begutachtung, Sozial-, Zivil- und Verwaltungsrecht, Frankfurt am Main, 2016.

Das Werk enthält die wichtigsten psychologischen und psychologisch relevanten Begriffe, um dem Fachfremden das Verständnis von Gutachten zu erleichtern und den Fachkundigen bei der Erstellung von Gutachten zu unterstützen. Primäre Zielgruppe sind die Auftraggeber psychologischer Gutachten in Gerichten, Verwaltungen, Sozial- und Privatversicherungen sowie medizinische Sachverständige und Beratungsärzte, aber auch den begutachteten Personen (als Kläger oder Beklagte, Antragsteller, Versicherte oder Geschädigte) und ihrer Rechtsvertretung kann die Nachvollziehbarkeit von Gutachten erleichtert werden. Nicht zuletzt sind gutachtlich relevante Begriffe nicht jedem Psychologen und jeder Psychologin, die selbst als Sachverständige beauftragt werden, geläufig.

DOHRENBUSCH, Psychologische Mess- und Testverfahren für die Begutachtung im Sozial-, Zivil- und Verwaltungsrecht, Übersicht und Anwendung, Frankfurt am Main, 2016.

Das Buch richtet sich vor allem an die Juristen. In diesem Buch werden viel störungsunabhängige Funktions- und Leistungstestungen erklärt. Solche Testverfahren erweisen sich insbesondere zur evidenzbasierten Beurteilung der Leistungsfähigkeit im psychiatrischen Kontext i.d.R. eigentlich als unerlässlich, was indes von der herrschenden Rechtsprechung in der Schweiz differenziert betrachtet wird: Nach den höchstrichterlichen Urteilen ist es Sache des Gutachters zu entscheiden, ob und welche Testverfahren er für die Beurteilung anwendet.

Dem ist im Einzelfall klar zu widersprechen: Insbesondere lässt sich kein verlässlicher Vergleich des Schweregrades einer Erkrankung bei rezidivierenden psychischen Störungen bei gegebener vormaliger Testdiagnostik durch behandelnde Kliniken oder Psychiater erheben, was aber für die Beurteilung der Dauerhaftigkeit als Voraussetzung einer Invalidität unerlässlich ist.

 

Ergänzungen

Michel, Rechte von Kindern in der medizinischen Heilbehandlung, Basel 2009.

Welche Rechte stehen minderjährigen Patientinnen und Patienten zu? Wie reagiert das Recht auf das Bedürfnis der Eltern, für ihr Kind zu sorgen und es zu schützen? Die Arbeit untersucht die Rechte von Kindern und Jugendlichen im Kontext medizinischer Heilbehandlungen und unter Miteinbezug zahlreicher Untersuchungsresultate aus medizinischen und sozialwissenschaftlichen Disziplinen.

Weber/Münch (Hrsg.), Haftung und Versicherung, Beraten und Prozessieren im Haftpflicht- und Versicherungsrecht, in: Handbücher für die Anwaltspraxis, 2. Aufl., Bern 2015.

Dieser Band aus der Reihe „Handbücher für die Anwaltspraxis“ bietet einen Überblick über das Haftpflicht-, Privatversicherungs- und Sozialversicherungsrecht, zeigt die Bestimmung und Koordination der verschiedenen Leistungen auf und greift typische Schadensfälle heraus.

Fischer/Koller/Wiederkehr, Das externe Gutachtenverfahren in der Sozialversicherung – Empirische Ergebnisse und Regelungsmodelle, Bern 2018.

Das Bundesgericht hat das externe Gutachtenverfahren in der Invaliden- und Unfallversicherung erheblich umgestaltet und die Mitwirkungsrechte der Versicherten ausgebaut. Dieser Ausbau verschiebt das Gewicht zwischen dem Gebot an ein einfaches und rasches Verfahren sowie den zu gewährleistenden Partizipations-rechten erheblich zugunsten Letzterer. Welches Verhältnis anzustreben ist, stellt jedoch eine schwierig zu beantwortende Frage dar, zumal verlässliche Zahlen über das Gutachtenverfahren fehlen. Die vorliegende Publikation vermittelt anhand einer empirischen Untersuchung wichtige Angaben über die Dauer des Gutachtenverfahrens und die relevanten Einflussfaktoren. Auf der Grundlage dieser Analyse sind die bisher entwickelten Verfahren kritisch zu hinterfragen und es sind mögliche Regelungsmodelle zu diskutieren, um die an sich gegenläufigen Anliegen der Effizienz und Fairness in Übereinstimmung zu bringen.

Jeger, «Der Mensch ist gesund.», Gedanken eines Mediziners zu einer richterlichen Vermutung in BGE 144 V 50, in: Jusletter vom 8. Oktober 2018.

Bundesrichterin Dr. iur. Alexia Heine und Gerichtsschreiberin lic. iur. Beatrice Polla erwähnten in einem Aufsatz zum indikatorenorientierten Abklärungsverfahren nach BGE 141 V 281, es sei davon auszugehen, der Mensch sei gesund. Dieser Satz hat bereits Eingang in ein Leiturteil (BGE 144 V 50, E. 4.3) gefunden. Der Aufsatz eines Mediziners geht der Frage nach, ob sich diese Aussage auf empirisches Datenmaterial stützen kann und welche Bedeutung richterliche Vermutungen haben können.

 

 

 

 

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